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Waschmittel für Arbeitskleidung: So waschen Sie Gerüche, Schmutz und Fett heraus

6 Min. Lesezeit
Waschmittel für Arbeitskleidung: So waschen Sie Gerüche, Schmutz und Fett heraus

Arbeitskleidung braucht oft mehr als eine schnelle Auffrischung. Auf ihr sammeln sich Schweiß, Staub, Schmutz, Speise- oder Maschinenfett und manchmal Gerüche, die nach einem normalen Waschgang zurückkehren. Deshalb sollte Waschmittel für Arbeitskleidung mit der richtigen Vorbereitung kombiniert werden: Flecken vorbehandeln, ein passendes Programm wählen und die Trommel nicht überladen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie die Art der Verschmutzung erkennen, wie Sie sie vor dem Waschen behandeln und welche Temperatur die richtige ist.

Zuerst das Problem erkennen

Arbeitskleidung ist nicht gleich Arbeitskleidung. Bürohemden haben nach einem langen Tag vor allem ein Problem – Schweiß- und Deorückstände. Kleidung aus Küche oder Lager kann Fett, Staub oder Schmutz tragen. Arbeitshosen aus Werkstatt oder Garten können Schmiere, Teer oder Erde abbekommen haben. Jedes Problem braucht eine etwas andere Vorbereitung.

ArbeitsumfeldTypische VerschmutzungWas vor dem Waschen tun
Büro, EinzelhandelSchweiß, Deospuren an Kragen und AchselnKragen und Achseln mit Flüssigwaschmittel vorbehandeln
Küche, LebensmittelproduktionSpeisefett, Öl, EssensgerücheWaschmittel in die Flecken einarbeiten, 15–30 Min. einwirken lassen
Lager, BaustelleStaub, Erde, Zement- oder GipsstaubTrocknen lassen, draußen ausschütteln, abbürsten
Werkstatt, GarageMaschinenfett, Motoröl, TeerFleck gesondert nach Art behandeln
Garten, LandwirtschaftErde, Gras, starke GerücheAusschütteln, einweichen, getrennt waschen

Geht es um Schmiere oder Teer, nutzen Sie einen eigenen Ratgeber: Flecken nach Art entfernen oder den Artikel zu Öl-, Teer- und Asphaltflecken auf Kleidung.

Warum braucht Arbeitskleidung oft eine Vorbehandlung?

Hat sich ein Fleck oder Geruch bereits festgesetzt, braucht das Waschmittel Zeit zum Wirken. Statt doppelt so viel Mittel in die Trommel zu geben, tragen Sie besser einen Teil direkt auf die Problemstelle auf und lassen es vor dem Waschen einwirken, soweit der Stoff es zulässt.

Speisefett und Öl

Tupfen Sie den Überschuss mit Küchenpapier ab, geben Sie dann Flüssigwaschmittel direkt auf den Fleck, arbeiten Sie es mit den Fingern oder einer weichen Bürste ein und lassen Sie es 15–30 Minuten einwirken. Ein Enzymwaschmittel hilft, fett- und eiweißhaltige Verschmutzungen aufzuspalten. Weitere Methoden finden Sie im Artikel Öl- und Fettflecken aus Kleidung entfernen.

Maschinenfett und Motoröl

Mineralische Schmierstoffe unterscheiden sich von Speisefetten und lassen sich mit einer normalen Wäsche schwerer entfernen. Kratzen Sie zuerst vorsichtig den Überschuss ab, behandeln Sie den Fleck dann mit Spülmittel oder Flüssigwaschmittel, lassen Sie es etwa 30 Minuten einwirken und waschen Sie erst danach. Alte Schmierflecken brauchen unter Umständen mehrere Durchgänge.

Schweiß und Gerüche

Behandeln Sie Kragen, Manschetten und Achseln vor dem Waschen mit Waschmittel. Bei starkem Geruch weichen Sie das Teil 30–60 Minuten in lauwarmem Wasser von etwa 30 °C mit etwas Waschmittel ein. Bei Schweißgeruch lohnt sich ein Blick in den Artikel Waschmittel gegen Schweißgeruch.

Staub und Schmutz

Lassen Sie nassen Schmutz zuerst trocknen und schütteln oder bürsten Sie ihn dann ab – wer nassen Schmutz reibt, drückt ihn nur tiefer in den Stoff. Zement- und Gipsstaub schütteln Sie am besten draußen aus, damit möglichst wenig davon in die Waschmaschine gelangt.

Arbeitskleidung in der Praxis waschen

  1. Schmutz und Staub ausschütteln, bevor die Kleidung in die Maschine kommt.
  2. Taschen leeren – Schrauben, Nägel oder Stifte können Trommel und Stoff beschädigen. Reißverschlüsse und Klettverschlüsse schließen, Kleidung auf links drehen.
  3. Fettflecken vor dem Waschen vorbehandeln.
  4. Stark verschmutzte Arbeitskleidung nicht zusammen mit Alltagskleidung waschen.
  5. Bei starken Gerüchen oder viel Schmutz ein längeres Programm und, wenn möglich, einen zusätzlichen Spülgang wählen.
  6. Die Trommel nicht überladen – Arbeitsstoffe sind oft schwerer. Höchstens etwa zu zwei Dritteln füllen.

Temperatur nach Material

MaterialTemperaturHinweis
Baumwolle, Denim40–60 °CBei starkem Schmutz ein längeres Programm
Polyester-Baumwoll-Mischgewebe40 °CZu heiß gewaschen knittert es stärker
Warnschutzkleidung mit ReflexstreifenLaut EtikettKeine Bleiche; Weichspüler nur, wenn das Etikett es erlaubt
Schutzkleidung mit SpezialbeschichtungGenau nach HerstellerangabeManche Beschichtungen vertragen keinen Weichspüler oder hohe Temperaturen

Ein Enzymwaschmittel wirkt schon ab 30 °C, bei stark verschmutzter Arbeitskleidung lohnen sich aber oft 40 °C und ein längeres Programm, sofern das Etikett es erlaubt.

Welches Waschmittel eignet sich?

Für Arbeitskleidung ist ein Flüssigwaschmittel praktisch, weil es sich vor dem Waschen auch direkt auf einen Fleck auftragen lässt. Bei dunklen oder farbigen Stoffen sollten Sie aggressive Bleichmittel meiden, sofern das Etikett sie nicht ausdrücklich erlaubt.

Das Ecozyme Enzymwaschmittel eignet sich zum Beispiel sowohl zur Vorbehandlung als auch für den normalen Waschgang, wirkt ab 30 °C und passt zu den meisten Stoffen außer Wolle und Seide. Für Funktionsunterwäsche aus Wolle, die manche unter der Arbeitskleidung tragen, nehmen Sie ein Wollwaschmittel.

Bei stark verschmutzter Kleidung dosieren Sie laut Packungsangabe höher, aber nicht doppelt – wie Sie die richtige Menge finden, lesen Sie im Ratgeber Waschmittel richtig dosieren. Bleiben weiße Spuren oder Waschmittelreste auf der Kleidung zurück, ist die Dosis möglicherweise zu hoch. Dann hilft der Artikel Waschmittelrückstände auf Kleidung.

Trocknen und Sicherheit

Trocknen Sie Arbeitskleidung direkt nach dem Waschen, am besten draußen oder in einem gut belüfteten Raum. Feuchte Kleidung, die auf einem Haufen liegt, riecht schnell muffig.

Wichtig: Kleidung, die mit Öl, Maschinenfett oder Lösungsmitteln getränkt ist, kann bei Hitze entflammbar sein. Riecht der Stoff nach dem Waschen noch nach Schmiere oder Öl, gehört er nicht in den Trockner – lassen Sie ihn an der Luft trocknen und waschen Sie ihn erneut.

Nach sehr schmutzigen Wäschen lohnt es sich, das Flusensieb der Waschmaschine zu reinigen und ab und zu ein leeres heißes Programm laufen zu lassen. Wie das geht, erklärt der Artikel Waschmaschinenpflege: So reinigen Sie sie zu Hause.

Häufige Fehler

  • Doppelte Waschmittelmenge statt Vorbehandlung. Der Überschuss spült sich schlecht aus, und der Fleck bleibt.
  • Arbeits- und Alltagskleidung zusammen waschen. Schmutz, Staub und Gerüche gehen auf die übrige Wäsche über.
  • Überladene Trommel. Schwere Stoffe können sich nicht bewegen, Wasser und Waschmittel erreichen sie schlecht.
  • Nassen Schmutz reiben. Der Schmutz dringt nur tiefer in die Fasern ein.
  • Trockner, bevor der Fleck weg ist. Hitze kann den Fleck fixieren, sodass er später viel schwerer zu entfernen ist.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte man Arbeitskleidung waschen?

Täglich getragene Hemden und Blusen nach jedem Tragen. Overalls und Arbeitshosen, wenn sie sichtbar schmutzig sind oder zu riechen beginnen, meist alle paar Tage. Küchenkleidung mit Speisefett wäscht man am besten häufig, bevor sich das Fett festsetzt.

Darf Arbeitskleidung mit Alltagskleidung zusammen gewaschen werden?

Leicht verschmutzte Bürokleidung – ja. Schmutzige, staubige oder ölige Arbeitskleidung waschen Sie getrennt, damit Schmutz und Gerüche nicht übertragen werden.

Warum kommt der Geruch zurück, wenn die Kleidung warm wird?

Meist sind Schweiß- oder Fettrückstände in den Fasern geblieben, weil das Programm zu kurz oder die Dosis zu gering war. Vorbehandlung, Einweichen und ein längeres Programm helfen.

Kann man Bleiche für Arbeitskleidung verwenden?

Chlorbleiche eignet sich nur für weiße Baumwolle und nur, wenn das Etikett es erlaubt. Verwenden Sie sie nicht für farbige oder dunkle Arbeitskleidung und mischen Sie sie niemals mit anderen Mitteln.

Fazit

Die Verschmutzung von Arbeitskleidung hängt vom Arbeitsumfeld ab – erkennen Sie deshalb zuerst, womit Sie es zu tun haben: Schweiß, Speisefett, Staub oder Maschinenfett. Danach folgen Vorbehandlung, die richtige Temperatur, eine nicht überladene Trommel und gründliches Trocknen. Bei Arbeitskleidung kommt es nicht einfach auf mehr Waschmittel an, sondern auf die richtige Vorbereitung und das richtige Waschmittel.

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