Waschmittel richtig dosieren (und warum es die meisten falsch machen)
Die Waschmitteldosis entscheidet über mehr, als man denkt. Eine zu kleine Dosis wäscht Flecken nicht aus, eine zu große lässt sich schlechter ausspülen, hinterlässt Rückstände im Gewebe und kostet mehr. In diesem Artikel erfahren Sie, wie viel Waschmittel Sie je nach Verschmutzungsgrad und Wasserhärte dosieren, wohin Flüssigwaschmittel gehört und woran Sie erkennen, dass Sie zu viel dosieren.
Wie viel Waschmittel dosieren: die schnelle Tabelle
Das sind die Dosierungen des Ecozyme Enzymwaschmittels, wie sie auf dem Etikett stehen. Eine Kappe fasst 40 ml.
| Wäsche | Mittelhartes oder hartes Wasser | Weiches Wasser |
|---|---|---|
| Leicht verschmutzt | 40 ml | 30 ml |
| Normal verschmutzt | 50 ml | 40 ml |
| Stark verschmutzt | 60 ml | 50 ml |
Eingetrocknete Flecken behandeln Sie vor dem Waschen vor: Waschmittel direkt auf den Fleck geben und 15–30 Minuten einwirken lassen. Bei anderen Waschmitteln gelten andere Dosierungen, schauen Sie deshalb immer auf das Etikett Ihres Waschmittels.
Wohin kommt das Flüssigwaschmittel?
Die Einspülschublade der Waschmaschine hat in der Regel drei Fächer:
- II oder 2 (meist das größte): Hauptwäsche. Hier kommen Flüssigwaschmittel und Pulver hinein.
- I oder 1: Vorwäsche (pre-wash). Wird nur genutzt, wenn ein Programm mit Vorwäsche läuft.
- Blume oder Stern (das kleinste): Weichspüler. Geben Sie hier niemals Waschmittel hinein, es würde erst im letzten Spülgang eingespült und bliebe in der Kleidung.
Die Alternative: Sie können Flüssigwaschmittel in eine Dosierkugel oder einen Dosierbecher füllen und direkt in die Trommel auf die Wäsche legen. So bleiben keine Rückstände in der Schublade, und das Waschmittel gelangt sofort ins Wasser. Diese Methode eignet sich besonders für Programme mit Vorwäsche, bei denen ein Teil des Waschmittels aus Fach II zu früh ausgespült wird. Gießen Sie das Waschmittel nicht ohne Dosierhilfe direkt auf die Kleidung: Das Konzentrat kann einen Fleck hinterlassen.
Warum oft zu viel dosiert wird
Der Mythos „mehr heißt sauberer“
Bis zur auf dem Etikett angegebenen Dosis bringt mehr Waschmittel tatsächlich ein besseres Ergebnis. Darüber wird das Ergebnis nur schlechter: Das Waschmittel wird nicht mehr vollständig ausgespült, die Rückstände legen sich um die Fasern und ziehen Schmutz an.
Dosieren „nach Augenmaß“
Der häufigste Fehler ist, ohne Abmessen zu dosieren. Eine volle Kappe ist nicht immer eine Dosis: Die Ecozyme Kappe fasst 40 ml, die Kappen anderer Waschmittel fassen auch 60–100 ml. Prüfen Sie, wie viel in Ihre Kappe passt, und messen Sie ab.
Dieselbe Dosis für jede Wäsche
Alltags-T-Shirts und Arbeitskleidung brauchen unterschiedliche Mengen. Wenn Sie immer so viel dosieren wie für stark verschmutzte Wäsche, ist das für leicht verschmutzte zu viel.
Die Folgen einer zu hohen Dosis
- Rückstände im Gewebe: Die Kleidung fühlt sich steif an, riecht stärker und wird schneller wieder schmutzig.
- Verschleiß der Kleidung: Eine zu hohe Tensidkonzentration lässt die Fasern schneller dünn werden und die Farben schneller verblassen.
- Verschmutzung der Waschmaschine: Waschmittelrückstände lagern sich zusammen mit Kalk in der Trommel und in den Leitungen ab. Wie Sie sie entfernen: Waschmaschine zu Hause reinigen.
- Geld: Die doppelte Dosis bedeutet einen doppelt so teuren Waschgang.
Zwei Dinge, die die Dosis bestimmen
1. Verschmutzungsgrad
- Leicht verschmutzt: T-Shirts, Unterwäsche, Alltagskleidung ohne Flecken.
- Normal verschmutzt: Bettwäsche, Handtücher, durchgeschwitzte Kleidung.
- Stark verschmutzt: Arbeitskleidung, Küchentücher, Sportkleidung nach dem Training, Fettflecken.
2. Wasserhärte
In hartem Wasser verbindet sich ein Teil des Waschmittels mit Calcium- und Magnesiumionen und reinigt nicht mehr. Deshalb genügen bei weichem Wasser 10 ml weniger.
Auch die Wäschemenge spielt eine Rolle: Überladen Sie die Trommel nicht, denn zusammengepresster Wäsche fehlt der Platz, um sauber zu werden und ausgespült zu werden.
Wasserhärte in Litauen
Das Leitungswasser in Litauen ist meist mittelhart oder hart, unterscheidet sich aber sogar zwischen einzelnen Stadtteilen. Ungefähre Werte (in deutschen Härtegraden, °dH): Vilnius 10–14, Kaunas 12–16, Klaipėda 6–10, Šiauliai 10–15, Panevėžys 12–17. Die genaue Wasserhärte bei Ihnen zu Hause finden Sie auf der Website Ihres Wasserversorgers, oder Sie ermitteln sie mit Teststreifen (etwa 5–10 €).
- Weich (0–7 °dH): 10 ml weniger dosieren, also 30, 40 oder 50 ml.
- Mittelhart und hart (8–21 °dH): 40, 50 oder 60 ml je nach Verschmutzung.
- Sehr hart (22+ °dH): über einen Wasserenthärter nachdenken.
Was tun bei hartem Wasser?
- Verwenden Sie einen Wasserenthärter (Kalkbinder) oder geben Sie einen Löffel Soda in das Fach für die Hauptwäsche.
- Waschen Sie bei niedrigerer Temperatur: Heißes hartes Wasser bildet schneller Kalk.
- Geben Sie bei Handtüchern und Bettwäsche Weichspüler dazu, damit sie nicht rau bleiben. Mehr dazu: Waschmittel bei hartem Wasser.
Ecozyme richtig dosieren
- Leicht verschmutzte Wäsche: 40 ml, bei weichem Wasser 30 ml.
- Normal verschmutzte Wäsche: 50 ml, bei weichem Wasser 40 ml.
- Stark verschmutzte Wäsche: 60 ml, bei weichem Wasser 50 ml.
- Flecken: direkt auf den Fleck geben und vor dem Waschen 15–30 Minuten einwirken lassen.
- Temperatur: Das Waschmittel ist bei 30–60 °C wirksam. Nicht für Wolle und Seide geeignet.
- Eine 1-l-Flasche reicht für bis zu 33 Waschgänge (bei einer Dosierung von 30 ml) oder für 25 Waschgänge bei 40 ml. Auf der Produktseite finden Sie einen Dosierrechner nach Verschmutzung und Wasserhärte.
5 Anzeichen, dass Sie zu viel dosieren
- Die Kleidung ist nach dem Waschen steif und rau.
- Viel Schaum während der Hauptwäsche (richtig dosiertes Waschmittel schäumt wenig).
- Das Wasser im zusätzlichen Spülgang schäumt immer noch.
- Die Kleidung riecht zu intensiv.
- Auf schwarzer Kleidung bleiben weiße Streifen zurück. Mehr dazu: Waschmittelrückstände auf der Kleidung.
Häufig gestellte Fragen
Bedeutet eine geringere Dosis weniger saubere Wäsche?
Nein, solange die Dosis zum Verschmutzungsgrad passt. Für leicht verschmutzte Alltagswäsche reichen 40 ml, bei weichem Wasser 30 ml. Weniger zu dosieren lohnt sich nicht, weil das Waschmittel Flecken dann möglicherweise nicht mehr auswäscht.
Braucht man mehr Waschmittel, wenn man bei niedriger Temperatur wäscht?
Nein. Das Ecozyme Enzymwaschmittel ist bei 30–60 °C wirksam, deshalb passt dieselbe Dosis auch für das 30-°C-Programm.
Darf man Flüssigwaschmittel direkt in die Trommel geben?
Ja, in einer Dosierkugel oder einem Dosierbecher. Ohne Dosierhilfe kann das Konzentrat einen Fleck auf der Kleidung hinterlassen.
Wie viel Waschpulver dosiert man?
Bei Pulver sind die Dosierungen in der Regel höher, etwa 60–100 g für eine mittlere Ladung. Der Vergleich: Waschpulver oder Flüssigwaschmittel.
Woran erkenne ich, dass die Dosis stimmt?
Die Kleidung duftet dezent, ist weich und frei von Rückständen. Bleiben nach dem Waschen Schaum oder weiße Streifen zurück, wählen Sie beim nächsten Mal die kleinere auf dem Etikett angegebene Dosis.
Fazit
Die Regel für die richtige Dosierung ist einfach: mit der Kappe abmessen und nach Verschmutzung dosieren. Leicht verschmutzte Wäsche braucht 40 ml, normal verschmutzte 50 ml, stark verschmutzte 60 ml, bei weichem Wasser jeweils 10 ml weniger. Flüssigwaschmittel geben Sie in Fach II der Schublade oder in einer Dosierhilfe in die Trommel, niemals in das Weichspülerfach. Alle unsere Waschmittel finden Sie auf der Kategorieseite.




